Finanzen

Was ist eigentlich ein Emergency Fund?

Emergency Fund? Was soll das den bitte sein? Ich habe mich ja vor einigen Jahren dazu entschlossen, meine Finanzen endlich in den Griff zu bekommen. Mein Startpunkt war damals ein amerikanischer Finanzcoach. Dort habe ich das erste Mal von diesem Wort gehört.

Was bedeutet Emergency Fund?

Das Wort ist aus dem Englischen.

Emergency = Notfall

Fund = Rücklage

Es ist also ein finanzielles Polster für schlechte Zeiten. Kurz gesagt ein Notgroschen!

Und dieser ist unser bester Freund in Krisenzeiten.

Emergency Fund – unser Freund und Helfer

Wozu brauchst du einen Notgroschen?

Dein Notgroschen ist deine Geheimwaffe, falls etwas passieren sollte.

Geschehen kann so einiges:

  • Waschmaschine geht kaputt
  • ein Unfall passiert und du musst das Auto reparieren lassen
  • du verlierst deinen Job
  • etc.

In jedem dieser Fälle brauchst du schnell Geld. Damit du jetzt keine Schulden machen musst, greifst du auf deinen Emergency Fund zurück.

Außerdem wird der Notgroschen auf einem separaten Konto geparkt. Er liegt extra, aber du hast jederzeit Zugriff darauf. Aber Achtung: dieses Geld ist nur für Notfälle gedacht. Ein Urlaub oder Weihnachtsgeschenke zählen hier nicht.

Wie hoch muss der Emergency Fund sein?

Für die Höhe gibt es eine ziemlich einfache Regel: 3 bis 6 Nettogehälter

Der endgültige Betrag hängt von deinem Sicherheitsbedürfnis ab. Zudem ist auch wichtig, wie viele Personen von diesem Betrag abhängig sind. Ein Single braucht weniger als eine Familie mit 3 Personen.

Praktisch sieht das beispielsweise so aus:

1 Monatsgehalt (Netto) = € 1.850,00

€ 1.850,00 x 3 Monate = € 5.400,00

€ 1.850,00 x 6 Monate = € 10.800,00

Dein Polster sollte also irgendwo zwischen diesen beiden Zahlen liegen – oder höher sein, wenn du dich dann sicherer fühlst. Wichtig ist, dass er nicht unter den 3 Monaten liegt.

Wie funktioniert das Ansparen?

Erstmal muss dir klar sein, dass es einige Zeit dauern wird. Am besten richtest du dir gleich einen monatlichen Dauerauftrag ein. So wird dieser regelmäßig befüllt und du musst nicht mehr daran denken.

Da das Ansparen eines Emergency Fund lange dauert, setzt du dir am besten Etappen-Ziele.

Ich habe damals so gestartet, dass ich so schnell wie möglich € 1.000,00 erreichen wollte. Danach waren die € 2.000,00 mein nächstes Ziel. Um mich selbst bei Laune zu halten, habe ich meine Etappen immer um € 2.000 erhöht.

Ansonsten habe ich auch auf „Kleinvieh“ gesetzt. Bei einem doppelten Gehalt wurde alles was über dem Nettogehalt war, auf den Emergency Fund überwiesen. Geldgeschenke sind auch direkt dort hingewandert.

Eines kann ich dir jetzt schon sagen – zwischendurch wirst du wahrscheinlich mal ziemlich genervt davon sein. Das ist vollkommen okay!

Als Belohnung für das bereits geleistete, gönn dir ruhig mal eine Kleinigkeit. Oder feiere deine Etappen Ziele. Das ist vollkommen in Ordnung!

Hast du schon einen gefüllten Emergency Fund aka Notgroschen? Lass es mich in den Kommentaren wissen.

PS: Wenn du noch mehr wissen willst, gibt es hier noch einen Artikel zum Thema Notgroschen.

Cherry

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