Finanzen

Monatliches Budget erstellen – legendäres Werkzeug oder verrufene Kunst

Ein monatliches Budget zu erstellen ist für viele Menschen ein Streitthema.

Für die einen ist es der heilige Gral. Für die anderen ist es ein Vorhof der Hölle. Aber wieso ist das so? Weil Geld einfach sehr mit unseren Emotionen verknüpft ist. Daran können wir aber nur schwer etwas ändern.

Aber was ist es nun? Legendäres Werkzeug oder verrufene Kunst?

Sehen wir uns mal beide Seiten des monatlichen Budgets an.

Die verrufene Kunst des monatlichen Budgetierens

Ein monatliches Budget zu erstellen ist nicht hip oder cool. Es gilt als altmodisch, weil viele das nur von ihren Großeltern gesehen oder gehört haben. Wir verbinden es mit Notzeiten und Verzicht.

Grundsätzlich ist das Verzichtsargument nicht falsch.

Wir sehen etwas. Wir kaufen es online. Morgen wird es geliefert.

Wir sind es gewohnt, dass unsere Bedürfnisse sofort befriedigt werden. Mit einem Budget läuft das nicht so. Hier entscheidest du dich bewusst, ob du diese Ausgabe machen willst oder nicht. Und ab und zu heißt das auch mit dem Kauf noch einige Zeit zu warten.

Wenn man sich an sein monatliches Budget hält, wirkt es auf Außenstehende oft, als würde man sich nichts mehr gönnen oder man wäre geizig.

Was ja nicht stimmt! Du bestimmst einfach nur, welche Ausgabe dir wichtig ist. Dazu gehört eben auch mal Nein zu sagen. Nein zu Ausgaben, zu Terminen und ab und zu auch zu Menschen.

Das monatliche Budget als legendäres Werkzeug

Am meisten mag ich an meinem monatlichen Budget, dass es mir eine unabhängige und abgesicherte Zukunft bringt.

Wie es mir Unabhängigkeit und Sicherheit bringt? Mein Budget ermöglicht mir regelmäßig zu sparen. Damit habe ich mir einen Notgroschen und Rücklagen aufbauen können. Wenn jetzt mal wieder alles schiefläuft, bin ich auf der sicheren Seite.

Dank eines monatlichen Budgets hast du auch die volle Kontrolle über deine Ausgaben. Immerhin sagst du deinem Geld schon im Vorfeld, wo es hingegen soll und darf. So kannst du dein Geld ohne schlechtes Gewissen ausgeben. Mein Budget hat mir auch geholfen Prioritäten zu setzen. Da ich mein Geld jetzt einteile, denke ich genauer darüber nach. Dafür muss ich aber wissen, was mir wichtig ist und was meine Werte sind. Auch ich habe Zeiten, wo ich am liebsten alles hinschmeißen will. Auch ich weiß, warum ich ein monatliches Budget mache, so finde ich schnell wieder zurück auf meinen Weg.

Und jetzt kommt die ungemütliche Wahrheit …

Derzeit wird alles teurer. Ob es uns gefällt oder nicht.

Dank meines monatlichen Budgets sind die 4 Grundpfeiler meines Lebens gesichert:

  • Miete
  • Strom/Gas
  • Lebensmittel
  • Öffikarte und Auto

Wenn diese Ausgaben gesichert sind, fällt schon mal ein großer Stresspunkt weg.  Den Rest meiner variablen Ausgaben kann ich dann nach Bedarf anpassen.

Ein monatliches Budget kann ein Segen oder ein Fluch sein. Das kommt ganz auf dich und deine Einstellung dazu an.

Wie siehst du das?  Schreib mir deine Erfahrungen dazu in die Kommentare!

Cherry

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