Finanzen

Hast du schon deinen Notgroschen angespart?

Hast du schon deinen Notgroschen angespart
Posted by Andrea

Hast du bereits einen Notgroschen angespart oder lebst du eher mit der Einstellung „das wird sich schon irgendwie ausgehen“? Ich habe früher, was Geld angeht, auch nach diesem Mantra gelebt. Eines Tages musste ich mir aber eingestehen, dass es so nicht weiter gehen kann. Ein Notgroschen ist aus mehreren Gründen wichtig und ich erzähle dir jetzt wieso.

Warum ist ein Notgroschen wichtig?

„Geld alleine macht nicht glücklich, aber es mach glücklich finanziell abgesichert zu sein.“

Unvorhergesehenes passiert oft! Mit dem nötigen finanziellen Polster kommst du ohne Probleme durch diese Phase, ohne dich zusätzlichen Stress oder Schulden auszusetzten.

Stell dir den schlimmen Fall vor, dass du deinen Job verlierst.

Wie lange kannst du deine monatlichen Fixkosten bestreiten, bevor du pleite bist bzw. du dich verschulden musst?

Der Notgroschen gibt dir die Sicherheit, mehrere Monate ohne Probleme und Sorgen zu überleben. Diese Sicherheit ist ein wichtiges Gut. Du kannst dir ohne Stress überlegen, wie du das Steuer wieder rumreisen kannst, ohne deine mentale Gesundheit aufs Spiel zu setzten.

Notgroschen ansparen um für die Zukunft abgesichert zu sein
Notgroschen ansparen um für die Zukunft abgesichert zu sein

Finanzielle Sorgen und deine Gesundheit

Das einen finanzielle Sorgen krank machen, ist keine neue Erkenntnis. Das Geldprobleme dich aber „dumm“ machen, liest du heute vielleicht zum ersten Mal.

Wenn man finanziell in der Klemme sitzt, produziert dein Körper vermehrt Stresshormone. Diese wiederum sorgen dafür, dass du Schwierigkeiten dabeihast, dich zu konzentrieren. Wenn du unkonzentriert bist, machst du mehr Fehler und triffst Fehlentscheidungen. Durch den Stress befindet sich dein Gehirn im „Kampf oder Flucht“-Modus. In Folge dessen, kannst du dich nur schwer auf langfristige Ziele zu konzentrieren. So ein langfristiges Ziel ist nun einmal deine Finanzen in den Griff zu bekommen.

Zusätzlich können Geldsorgen auch zu depressiven Erkrankungen führen, welche oft auch körperliche Beschwerden nach sich ziehen.

Einiger solcher physischen Beschwerden können sein:

  • Kopfschmerzen
  • Magenschmerzen
  • Schlafstörungen
  • Angstzustände

Wie hoch sollte der Notgroschen sein?

Die Faustregel sagt, dass der Notgroschen zwischen 3 und 6 Nettogehälter sein soll.

Ich persönlich würde zu den 6 Monaten raten, den sicher ist sicher.

Wie dir klar sein dürfte, wird es einige Zeit dauern, bist du deine benötigte Summe zusammen hast. Ich habe meinen Sparbetrag dazu in Etappen aufgeteilt. Durch diese Teilziele blieb ich motiviert, weil ich so schnellere Erfolge erzielt habe. Zudem habe ich auch versucht, ob ich die nächste Etappe schneller abschließen kann als die vorherige. Ich habe daraus ein kleines Spiel oder Wettbewerb gemacht, damit auch ein bisschen Spaß dabei war.

Für den Start solltest du dir einen Geldpolster von EUR 1.000,00 ansparen. Damit lassen sich bereits einige überraschende Krisen überstehen.

Wichtig ist, dass du deinen Notgroschen auf ein separates Sparkonto legst. Wie heißt es so schön: „Aus den Augen, aus dem Sinn!“. Somit kommst du erst gar nicht auf die Idee, es für etwas anderes zu nutzen.

Um dir deinen Notgroschen anzusparen, gibt es grundsätzlich 2 Schrauben, an denen du drehen kannst:

  • Weniger Ausgeben

Überprüfe, ob du etwas bei deinen monatlichen Ausgabe einschränken kannst. Führe ein Haushaltsbuch und prüfe, welche Kosten du beschneiden kannst.

Zum Beispiel: wie oft im Monat isst du auswärts bzw. wie oft lässt du dir Essen liefern? Kannst du die Anzahl runterschrauben. Achte auch auf monatliche Abo Kosten. Zudem überprüfe, ob du deine Fixkosten senken kannst.

  • Mehr Einnehmen

Was kannst du tun, damit mehr Geld reinkommt?

Du kannst alte Bücher, CDs oder DVDs verkaufen. Auch für gut erhaltenen Kleidung, kann man über diverse Verkaufsportal sicher Abnehmer finden. Aber bitte verkaufe nur Kleidungsstücke, welche du wirklich nicht mehr brauchst.

Und dann gibt es noch die Möglichkeit, sich für einige Zeit einen Nebenjob zu suchen. Und wahrscheinlich die herausforderndste Möglichkeit – zumindest für mich – wäre, dass du auch eine Gehaltserhöhung verhandelst.

Was genau ist ein Notfall?

Um sicher zu gehen, ob es ein Notfall ist, stellst du dir einfach folgende 3 Fragen:

  • Ist es unerwartet passiert?

Es ist ein großer Unterschied, ob du plötzlich deinen Arbeitsplatz verlierst oder ob du einen Geburtstag vergessen hast.

  • Ist es wirklich nötig?

Du musst den Unterschied zwischen etwas brauchen und etwas wollen wissen.

  • Ist es dringend?

Muss es jetzt sofort passieren oder kannst du noch einige Zeit warten und dir das benötigte Geld ansparen.

Wenn du diese 3 Fragen ehrlich beantwortest, kannst du deine derzeitige Situation gut einschätzen.

Hier ein paar Beispiele, was KEINE Notfälle sind:

  • Neue Schuhe, Kleidung oder elektronische Geräte
  • Ein Urlaub
  • Alles was du kaufen willst, um jemand anderen zu beeindrucken
  • Essen gehen
  • Das jährliche Service bzw. Pickerlüberprüfung für dein Auto

Besitzt du einen Notgroschen? Wie ist deine Meinung zu diesem Thema? Hinterlasse mir einen Kommentar.

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