Glaubenssätze entwirren - Budgetieren für ein besseres Leben

Glaubenssätze entwirren: Budgetieren für ein besseres Leben

Kennst du diesen Moment … das Monatsende naht. Du schaust auf dein Konto. Und die Zahl dort näherst sich wieder einmal rasant der Null an. Dein Puls steigt. Deine Atmung wird schneller. Ängste und Zweifel brodeln auf und ziehen dich in den Abgrund der Selbstzweifel und des Selbsthasses. Stopp! Aus! Halt! Bis hier her und nicht weiter, sage ich dir! Es wird Zeit, dass du aktiv die Kontrolle über dein Geld übernimmst! Und am besten startest du mit dem budgetieren! Ich kann spüren, wie du gerade deine Augen verdrehst, aber ich frage dich jetzt mal geradeheraus: Was für ein Problem hast du mit der Idee eines Budgets? Hast du Vorurteile, weil du schonmal ein Budget gemacht hast oder weil du Glaubenssätze teilst, die nicht wahr sind?

Was sind Glaubenssätze?

Glaubenssätze sind unbewusste Wegweiser, die unser Verhalten und unsere Entscheidungen lenken. Es sind Überzeugungen, welche wir von unseren Eltern und der Gesellschaft gelernt haben, egal ob diese stimmen oder nicht. Diese Glaubenssätze können positiv oder negativ sind und sind tief in uns verwurzelt.

Besonders bei unseren Finanzen und unserem Umgang mit Geld, wird unser Verhalten sehr stark von solchen Glaubenssätzen beeinflusst. Wenn du auch glaubst, dass du “zu dumm” für deinen Finanzen bist oder das Budgetieren “keinen Spaß” macht, dann werden diese Gedanken natürlich deinen Umgang mit Geld beeinflussen.

Hier habe ich eine gute Nachricht für dich, nämlich dass Glaubenssätze veränderbar sind. Wenn du dir deiner negativen Glaubenssätze bewusst wirst, dann kannst du diese aktive ändern und überwinden.

Negative Glaubenssätze zum Budgetieren und zu Finanzen

Wir alle haben mit hartnäckigen negativen Glaubenssätzen im Zusammenhang mit Geld und Budgetieren zu kämpfen. Besonders die folgenden drei solltest du dringend hinter dir lassen.

  • “Ich bin zu dumm für Finanzen”

Wie oft hast du diesen Satz schon zu dir selbst gesagt? Höre jetzt damit auf, diesem negativen Glaubenssatz zu benutzen oder, noch schlimmer, zu glauben. Dieser Satz verhindert, dass du dich aktiv um dein Geld kümmerst. Er macht dir glauben, dass du das nicht könntest und es dich überfordern würde. Alles Lüge! Du bist klug, mutig und stark – wenn sich jemand selbst um seine Finanzen kümmern kann, dann du.

  • “Budgetieren raubt mir den Spaß am Leben”

Wieso glauben so viele Menschen, dass Budgetieren bedeutet, auf alle die kleinen Freuden im Leben zu verzichten? Wenn du diesen Glaubenssatz in dir trägst, sträubt sich natürlich alles gegen das Budgetieren. Natürlich erlaubt dir Budgetiren Spaß im Leben zu haben. Du kannst dir sogar jeden Monat Geld dafür einplanen. Nur dass du jetzt bewusster darauf achtest, für welchen Spaß du dein hartverdientes Geld ausgibst. Und dass sind dann eben Dinge, die dir am meisten Freude bringen und nicht etwas, dass nur andere Menschen beeindrucken soll.

  • “Über Geld spricht man nicht”

Oh ja, dieser Glaubenssatz wurde mir von Klein auf eingetrichtert. Dir wahrscheinlich auch, oder? Dieser Glaubenssatz, der Geld und Finanzen zu einem Tabuthema macht, beraubt dich vor dem Austausch mit anderen. Wenn du eine Gruppe von Menschen findest, wo du deine Finanzen besprechen kannst, kannst du dich Austauschen und von den Erfahrungen von anderen lernen. Man kann sich Unterstützung und Rat holen. Du kannst Vorbilder finden, die erfolgreich mit ihrem Gehalt umgehen. So viel Wissen geht verloren, nur weil wir nicht über Geld reden.

Diese negativen Glaubenssätze sind wie Ketten, die dich am erfolgreichen Umgang mit deinem Geld hindern.

Die Bedeutung einer positiven Einstellung zum Budgetieren

Eine positive Einstellung bzw. positive Glaubenssätze sind dein effektivstes Werkzeug, wenn es ums Budgetieren oder deinen Umgang mit Geld geht.

Du hast mehr Motivation und Ausdauer: Eine positive Einstellung unterstütz deine Motivation, dir endlich finanzielle Ziele zu setzten und langfristig auf die Erfüllung hinzuarbeiten. Außerdem fällt es dir leichter dranzubleiben, wenn du mal einen Rückschlag erleidest. Du wirst nicht gleich alles hinschmeißen, sondern kurz jammerst, tief durchatmest und dann weitermachst.

Du bist kreativer und aktiver beim Lösen von Problemen: Du siehst Herausforderungen (finanziell, beruflich, privat) nicht mehr als unüberwindbare Hindernisse an. Du siehst dir das Problem an und findest Wege, die dich um diese herumführt. Du bist motivierter eine Lösung zu finden, auch wenn du kreatives und langfristiges Denken musst.

Deine Einstellung hat einen sehr großen Einfluss darauf, wie deine Meinung zu Geld ist und wie du damit umgehst. Mit positiven Glaubenssätzen bist du mutiger und aufgeschlossener. So kannst du neue Wege gehen, um deine finanzielle Situation zu verbessern.

Wege, um negative Glaubenssätze zu überwinden

Es freut dich sicher zu hören, dass man diese negativen Glaubenssätze ändern kann. Es benötigt etwas Kraft und Ausdauer, aber es absolut machbar. Folgende Tipps können dich dabei unterstützen:

  • Selbstreflexion: Setzt dich mal in Ruhe hin, geh in dich und versuche deine negativen Glaubenssätze zu finden. Schreib diese auf und hinterfrage, woher die überhaupt kommen. Diese wurzeln oft in Erfahrungen oder werden uns von Eltern, der Familie, den Freunde oder auch von Filmen eingetrichtert.

  • Positive Gedanken oder Affirmationen: Versuche aktiv umzulernen und die negativen Glaubenssätze durch positive zu ersetzten. Statt “Ich bin zu dumm für Geld” sagt lieber “Den erfolgreichen Umgang mit Geld kann ich lernen”. Natürlich musst du dir diese Affirmationen regelmäßig vorsagen – von einmal ändert sich nichts.

  • Weiterbildung und Unterstützung: Beginne aktiv, dich beim Thema Geld weiterzubilden. Hier gibt es unzählige Bücher, Blogs und YT-Videos. Baue oder suche dir Menschen, die sich auch für das Thema Geld interessieren. Sei es in der Familie, im Freundeskreis oder in FB-Gruppen. So kannst du dein Wissen erweitern, dein Selbstvertrauen aufbauen und Erfahrungen austauschen.

  • Kleine Schritte: Der erfolgreiche Umgang mit deinem Geld ist ein Marathon und kein Sprint. Mache kleine Schritte und bleibe langfristig dran. Beginne mit kleinen finanziellen Zielen und feiere jeden deiner Erfolge. Kein Ziel oder Erfolg ist zu klein. Du kannst so deine Fortschritte beobachten und dadurch dein Selbstvertrauen stärken.

Wichtig für dich zu wissen ist, dass das Überwinden von negativen Glaubenssätzen Geduld und Ausdauer benötigt. Eine positive Einstellung ist sehr wichtig, wenn du dich um deine Finanzen kümmern willst und endlich mit einem monatlichen Budget startest.

Vorteile für deinen Umgang mit Geld

Ein erfolgreicher Umgang mit Geld bringt dir langfristige viele Vorteile für dein Leben, und diese gehen weit über ein monatliches Budget hinaus:

  • Finanzielle Sicherheit: Ein funktionierendes Budget und ein kluger Umgang mit deinem Geld, schafft dir ein finanzielles Sicherheitsnetz. Dieses hält dir den Rücken frei, wenn einmal eine unerwartete Ausgabe auftaucht oder du deinen Job verlierst. Du bist abgesichert und besser geschützt, um diese Herausforderungen erfolgreich zu meistern.

  • Schuldenabbau: Durch die aktive Kontrolle deiner Ausgaben kannst du gezielt Schulden abbauen und so deine finanzielle Freiheit zurückerhalten. Weniger Schulden bedeuten weniger finanzielle und mentale Belastung und mehr Freiheit.

  • Ersparnisse aufbauen: Ein monatliches Budget unterstützt dich dabei, regelmäßig Geld zu Seite zu legen und dir so langfristige Ziele zu erreichen. Sei es ein Notgroschen, ein Traumurlaub oder eine neue Couch – worauf auch immer du sparen willst.

  • Bessere Lebensqualität: Wenn du aktiv die Kontrolle über dein Geld hast, musst du nicht ständig darüber nachdenken. Du weißt, wo du stehst, wo du hinwillst und was du dafür tun musst. So hast du weniger Stress rund um das Thema Geld, und kannst dich mehr auf Dinge konzentrieren, die dir wirklich wichtig sind.

  • Finanzielle Unabhängigkeit: Stell dir vor, du kannst selbst bestimmt entscheiden, wie du dein Geld ausgeben willst. Ohne dass du dich wegen Schulden einschränken musst, oder du jeden Cent rechtfertigen muss, weil du dir das Geld von jemanden leihen musstest. Selbst entscheiden, was du mit deinem Geld anstellen willst – das ist finanzielle Unabhängigkeit, und du kannst diese erreichen.

Denke immer an diese Vorteile, wenn du aktiv daran arbeitest, deine negativen Glaubenssätze in positive zu ändern. Deine finanzielle Zukunft wird es dir danken.

Praktische Schritte zur Entwicklung einer positiven Einstellung zum Budgetieren

Eine positive Einstellung zum Budgetieren kann man lernen, und folgende Punkte können dich hier unterstützen:

  • Selbstbewusstsein aufbauen: Lerne und erkenne, dass man einen erfolgreichen Umgang mit seinem Geld erlernen kann. Allein der Weg dahin kann dein Selbstbewusstsein schon stärken. Und wenn du es erst mal geschafft hast, kann dich nichts mehr aufhalten.

  • Lernen und Bildung: Weiterbildung ist hier der Schlüssel. Nutze Bücher, Blogs, FB-Gruppen, YouTube oder Kurse, um deine finanzielle Bildung zu erweitern und aufzubauen.

  • Kleine Schritte machen: Setze dir realistische Ziele und fange klein an. Ein erfolgreicher Umgang mit deinem Geld ist ein Marathon und kein Spring. Auch kleine Schritte bringen dich an deine Ziele. Achte auf deine diesbezüglichen Erfolge und feiere auch deine Zwischenziele.

  • Visualisiere deine Ziele: Stelle dir vor, wie dein Leben aussehen wird bzw. kann, wenn du erfolgreich mit deinem Gehalt und Geld umgehst. Diese Vorstellung kann dich unterstützen und motivieren, wenn es mal etwas schwieriger wird.

  • Positive Unterstützung: Suche dir Menschen, die dich auf deiner Reise unterstützen, mit denen du dich austauschen kann und die dir mit Rat und Tat zur Seite stehen. Zu mehrt ist oft einfacher als allein.

Das Überwinden von finanziellen Ängsten und die Entwicklung zu einer positiven Einstellung zum Budgetieren sind wichtige Schritte auf deinem Weg zur finanziellen Unabhängigkeit. Du bist auf dieser Reise nicht allein, und du bist selbstständige in der Lage, deine finanzielle Zukunft erfolgreich zu gestalten. Glaube an dich selbst und bleibe dran, auch wenn du auf deinem Weg mal hinfällst. Du hast die Kraft, deinen Umgang mit deinem Geld zu verändern und dir ein Leben ohne finanzielle Sorgen aufzubauen.

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