5 Tipps, um erfolgreich deinen Notgroschen anzusparen

Erfolgreich einen Notgroschen ansparen, kann eine beängstigende Aufgabe sein. Wie viel Geld brauche ich den? Wie soll ich das den schaffen? Wie lange darf ich mir dafür Zeit nehmen?

Ich war damals an der Startlinie zu meinem Notgroschen sehr überfordert. Ich hatte keine Ahnung, wie ich das überhaupt machen soll.

Also habe ich mir zuerst mal die Höhe ausgerechnet. Es wird empfohlen, dass dein Notgroschen zwischen 3 und 6 Nettogehälter ist. Ich habe mich voll motiviert für 6 Nettogehälter entschieden. Und als ich diese hohe Zahl sah, musste ich mich erst mal hinsetzten. Wie sollte ich das den schaffen? Um dem Ende vorzugreifen … ich habe ca. 3,5 Jahre gebraucht, aber ich habe meinen Notgroschen geschafft.

Bevor du startest, musst du aber noch 2 Punkte abarbeiten.

  • Legen einen fixen Betrag für deinen Notgroschen fest. Du kannst dich hier an den 3 bis 6 Gehältern orientieren. Die Höhe hängt von deinem Sicherheitsbedürfnis ab und wie viele Menschen von diesem Geld abhängig sind. Entscheide dich für eine Zahl. Schreibe dir diese auf und lasse sie dort, wo du sie regelmäßig sehen kannst.
  • Mach dir klar, wie wichtig das Ansparen deines Notgroschens ist. Und dann priorisiere dieses Ziel. Immer wenn du die Chance hast, etwas Extrageld zu haben, lass es in deinen Finanzpolster wandern. Damit dieser erfolgreich anwächst.

Also, wie habe ich es geschafft, meinen Notgroschen anzusparen? Folgende 5 Tipps haben mir dabei geholfen.

1. Tipp: Bezahle dich zuerst

Hast du schon mal von dem Prinzip “Zahle dich zuerst” gehört? Es geht darum, dass du dir gleich am Monatsanfang einen fixen Betrag zur Seite legst, und nicht darauf wartest, dass am Monatsende was überbleibt.

Dafür musst du dir deine fixe Sparrate ausrechnen. Die allgemeine Empfehlung hier lautet, 10% deines Nettoeinkommens. Ob du schlussendlich mehr als das oder einen kleineren Betrag nimmst, hängst von deinen restlichen Ausgaben ab. Der Betrag muss machbar für dich sein. Schließlich ist das Aufbauen eines Notgroschens eine längere Angelegenheit.

Wenn du deine monatliche Rate hast, legst du dir ein separates Konto zu. So ist das Geld aus den Augen und aus dem Sinn. Und dann legst du dir einen monatlichen Dauerauftrag an. So wird immer am 1. des Monats dein festgelegter Betrag automatisch auf das Sparkonto gebucht.

Du musst dich nicht darum kümmern und nicht mehr daran denken. Dadurch fällt dir das Sparen langfristig leichter.

2. Tipp: Nutze dein doppeltes Gehalt, um deinen Notgroschen anzusparen

Dein Urlaubs- und Weihnachtsgeld ist auch eine große Hilfe, wenn du dabei bist deinen Notgroschen anzusparen.

Versuche nicht das ganze auszugeben, sondern lasse es direkt auf dein Sparkonto wandern. Wenn ich budgetiere, verplane ich diese Gehälter nicht. Ich plane mit meinem normalen Nettogehalt. Und alles, was darüber ist, überweise ich direkt auf mein Sparkonto. Diese Extrazahlungen haben eine große Auswirkung auf deinen Notgroschen. Weil er dadurch schneller wächst.

Und wenn du nicht alles davon verwenden kannst, ist das auch in Ordnung. Nutze dein höheres Gehalt, um dringende Rechnungen zu zahlen. Du solltest trotzdem sicherstellen, dass eine gute Portion davon auf dein Sparkonto wandert.

Notgroschen ansparen - Frau die ihren Notgroschen bespart!
Einen Notgroschen anzusparen braucht Zeit und einen Plan!

3. Tipp: Verkaufe Dinge, die du nicht mehr brauchst

Bein Ansparen eines Notgroschens zählt jeder Cent. Jeder Euro zusätzlich bringt dich schneller an dein Ziel. Du kannst das also sehr gut mit dem Ausmisten deiner Sachen verbinden. Gehe durch deine Dinge (Klamotten, Handtaschen, Bücher, Blue Rays, etc.) und überlege, was du davon nicht mehr brauchst. Kleiner Tipp bei Klamotten und Schuhen: wenn du es die letzten 2 Jahre nicht getragen hast, dann kann es gehen.

Es gibt inzwischen eine Vielzahl an Plattformen (Vinted, Will haben, Ebay, …), die sich auf den Wiederverkauf von gebrauchten Sachen spezialisiert haben. Mache hübsche Fotos und stelle diese dort ein. Ziel ist es hier nicht, ein Vermögen damit zu verdienen. Es geht darum, dass du deinen Besitz sinnvoll verkleinerst und dabei noch ein paar Euro dazuverdienst.

Alles, was hier reinkommt, wandern sofort auf dein Sparkonto. Du wärst überrascht, wie viel näher dich das deinem Ziel bringt.

4. Tipp: Kosten einsparen und deinen Notgroschen weiterwachsen lassen

Vorhandene Kosten einsparen, hilft dir auch deinen Notgroschen anzusparen. Prüfe regelmäßig deine Abos und Versicherungen. Welche nutzt du wirklich? Gibt es vielleicht günstigere Varianten? Oder bekommst du die Leistung bei einem anderen Anbieter kostengünstiger?

Wenn du jetzt ein Abo kündigst, kannst du dieses Geld nehmen und gleich auf dein Sparkonto werfen. Dasselbe machst du mit der Differenz, wenn du irgendwo auf eine günstigere Variante umsteigst.

Du musst jetzt nicht alles aufgeben und wie ein Eremit leben. Es reicht schon, wenn du dich etwas einschränkst. Praktisches Beispiel aus meinem Leben! Statt 4x im Monat Essen liefern zu lassen, habe ich nur mehr 1-2 im Monat bestellt. Und das Geld von den nicht gemachten Bestellungen habe ich gespart.

5. Tipp: Nutze Spar Challenges, um deinen Notgroschen weiter anzusparen

Hast du schon mal von Spar Challenges gehört? Diese Challenges sind eine finanzielle Strategie. Du forderst dich selbst heraus, einen ganz bestimmten Betrag zu sparen. Diese Challenges sind auch immer begrenzt – entweder zeitlich oder durch den Betrag.

Bei der 5 Euro – Challenge, sammelst du einen Monat lange jeden 5er den du bekommst. Oder die 52-Wochen-Challenge. Jede Woche legst du den Betrag der Woche weg. In der ersten Kalenderwoche € 1,00. In der Kalenderwoche 2 sind es € 2,00. In der Kalenderwoche 12 sind es dann € 12,00. Und so weiter und so fort – bis du alle 52 Wochen geschafft hast. Dieser Betrag wandert dann direkt in deinen Notgroschen.

Wenn du im Internet danach suchst, wirst du eine große Auswahl finden. Da kannst du dir dann aussuchen, was für dich am besten passt. Oder dich am meisten interessiert.

Wie du siehst, gibt es viele Möglichkeiten, um erfolgreich deinen Notgroschen anzusparen. Egal ob du nur einen Tipp nutzt oder diese miteinander kombinierst. Ich bevorzuge für mich “Zahle dich zuerst”, das doppelte Gehalt und Kosten zu reduzieren. Es gibt hier kein Richtig oder Falsch. Wichtig ist nur, dass du bewusst deinen Notgroschen ansparst.

Lass dich auch durch die Zeit nicht demotivieren. Gut Ding braucht Weile. Einen Notgroschen anzusparen, braucht eine Weile. Egal ob 12 Monate oder 4 Jahre. Wichtig ist, dass er regelmäßig bespart und gefüttert wird.

Und ich verrate dir zum Ende noch ein Geheimnis! Es ist ein echt geiles Gefühl, wenn du zusehen kannst, wie die Zahl auf deinem Sparkonto beständig anwächst. Damit kann nicht viel mithalten.

Willst du jetzt noch mehr zum Thema Notgroschen wissen, dann suche nicht lange weiter. Du kannst hier (Was ist ein Notgroschen? Dein bester Freund!) und hier (Notgroschen: Warum er dein Lebensretter in unerwarteten Zeiten ist!) einfach weiterlesen!

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