Finanzen

5 Ausreden, welche dich daran hindern ein monatliches Budget zu erstellen

Gehen wir ein paar Jahre zurück. Es ist ein Sonntagvormittag im Oktober. Draußen ist es grau und kalt, mein Kaffee dampft vor sich hin und meine Stimmung ist im Keller.

Ich habe mir vorgenommen, heute mein erstes monatliches Budget zu erstellen. Eigentlich habe ich dazu keine Lust. Aber ich habe es mir vorgenommen, also setze ich mich hin und starte. Ich weiß, dass ich das machen muss, weil es mit meinem Geld so nicht weitergehen kann.

Lustig ist was anderes! Ich schreibe mir alle meine Einnahmen und Aufgaben zusammen, und in diesem Moment, kümmere ich mich das erste Mal so richtig um meine Finanzen!

Es ist nicht leicht, sich durch das Chaos zu wühlen … aber nach ca. 1 Stunde habe ich es geschafft. Ich habe mir einen Überblick verschafft, und erstelle mein erstes monatliches Budget. 💪🏻

Rückblickend kann ich nicht mehr sagen, wieso ich so lange gebraucht habe, endlich mit einem Budget zu starten.

Ich habe mich in den letzten Wochen, diesbezüglich mit einigen Bekannten unterhalten. Dabei ist mir aufgefallen, dass folgende Begründungen oft auftauchen….

Es gibt viele Gründe, wieso du kein monatliches Budget erstellst. Die meisten sind aber nur Ausreden! (Bild: Canva)

Ein Budget erstellen ist so schwer

Was genau ist daran so schwer? Liegt es am Plus und Minus rechnen?

Ehrlich gesagt, das glaube ich dir nicht! Es liegt wohl eher daran, dass du deinem Geldchaos nicht ins Auge blicken willst.

Ich versteh das nur zu gut! Keiner von uns will sich eingestehen, dass er diese Sache komplett verbockt hat. Du weißt nicht, wo du derzeit wirklich stehst und weißt auch nicht, wo du anfangen sollst. Lass dich hier nicht von deiner Angst ablenken. In diesem Fall ist sie keine Unterstützung, sondern nur Ballast, der dich runterzieht.

Der schwerste Teil ist nun mal einfach anzufangen. Du kannst dein Geldchaos nicht hinter dir lassen, wenn du nicht irgendwo startest. Und ein monatliches Budget zu erstellen, ist ein toller Startpunkt.

Ein Budget ist wie ein Gefängnis

Jupp – diesen Satz habe ich früher oft verwendet! Ich bin nicht stolz darauf, aber es war so.

Oberflächlich betrachtet, ist dieser Satz ja korrekt. Du hast pro Monat fixe Vorgaben, an die du und dein Geld sich halten müssen. Da kann man sich schon eingeschlossen und beengt fühlen.

Ich sage dir aber: Hör auf damit, dein Geld unkontrolliert weg zu geben, sondern lege es an die Leine.

Mit einem monatlichen Budget sagst du deinem Geld genau, wo es hindarf. Du übernimmst die Kontrolle darüber! Am Anfang wird das eine Herausforderung sein.

Dein Geld ist es gewöhnt, zu machen was es will. Nun muss es lernen dir zu folgen und muss tun, was du ihm sagst. Nicht du bist im Gefängnis, sondern deine Finanzen. Am Anfang geht es leider nicht ohne strenge Regeln. Es wird aber bald für beide Seiten (dich und dein Geld) leichter und angenehmer.

Mit einem Budget hat man doch gar keinen Spaß mehr

Spaß – was wäre das Leben ohne Spaß! Und vieles davon kostet nun mal Geld. Einkaufen, Kino und Theater, Essen gehen, Urlaub …. da ist ohne Moos nichts los.

Und genau hier ist der Denkfehler! Ich bestelle gerne Essen, wenn ich keinen Bock auf Kochen habe. Also habe ich in meinem Budget eine Kategorie „Essen bestellen“ erstellt. Wenn ich also Lust auf Lieferdienst habe, kann ich das ohne schlechtes Gewissen ausleben.

Du musst nicht auf Spaß verzichten, du kannst das ganz einfach beim Erstellen deines monatlichen Budgets mit einplanen. Es fühlt sich am Anfang seltsam an, sich in diesem Bereich ein Geldlimit zu setzten. Langfristig wird es sich aber für dich lohnen. Versprochen! 🤝

Ein Budget habe ICH nicht nötig

Die Wahrheit ist, dass ein Großteil der Menschen, die das sagen, ein Budget dringend nötig haben! Du kannst einfach damit beginnen, ein monatliches Budget zu erstellen oder du verschließt weiter deine Augen vor deinen Geldproblemen. Leider funktioniert hier „Wenn ich dich nicht sehe, kannst du mich auch nicht sehen 🙈“ nicht.

Stell dir mal die Frage, wieso DU es nicht nötig hast. Als Hilfestellung, gebe ich dir 2 Antworten vor. Welche davon kannst du mit Ja beantworten?

  1. Ich brauche kein Budget, weil ich meine monatlichen Einnahmen und Ausgaben kenne und auswendig weiß.
  2. Ich brauche kein Budget, weil ich Angst davor habe auf mein Konto zu schauen. Daher verschließe ich meine Augen und lebe weiter wie bisher.

Sollte deine Antwort, ohne nachzudenken a) sein, dann gratuliere ich dir und stimme dir zu. Du brauchst kein Budget.

Wenn du aber gezögert hast und dich eigentlich bei der Antwort b) findest, solltest du dringend damit anfangen, ein monatliches Budget zu erstellen.

Wenn ich ein Budget erstelle, lachen mich die anderen nur aus

Ja, das kann tatsächlich passieren. Mir ging es auch so, als ich damit gestartet und anderen davon erzählt habe. Zudem habe ich mich auch dafür geniert, weil ich ja so zugegeben habe, dass ich eigentlich nicht mit meinem Geld umgehen kann.

Willst du wissen, was sich geändert hat?? Nach einigen Monaten konnte ich eine Verbesserung erkennen. Mein Notgroschen wurde spürbar höher und meine unnötigen Ausgaben haben sich minimiert. Dadurch blieb mir am Monatsende mehr Geld übrig.

Ich habe erkannt, dass das Erstellen eines monatlichen Budgets mein Leben verbessert hat. Eine weitere Lernerfahrung war, dass die meisten (welche über mich gelacht haben) mit ihrem eigenen Geld nicht umgehen können. Sie haben Witze über mich gemacht, damit sie sich besser fühlen. Weil sie sich auch nicht eingestehen wollten, dass ihr Umgang mit Geld miserabel ist.

Auf Personen, welche dich nur runterziehen wollen, brauchst du nichts geben. Lass sie nur Lachen. Am Ende zählt nur, dass dein Leben besser geworden ist.

Was ist mit dir? Hast du dich in einigen der Ausreden wiedererkannt? Solltest du sonst noch Hilfe bei Starten brauchen, kannst du dir gerne mein Freebie herunterladen (hier klicken).

Hinterlasse einen Kommentar und verrate es mir!

Cherry

Leave A Comment